| Allgemeine Information | Die Marktgemeinde Gunskirchen liegt eingebettet zwischen den Alpen und der Abdachung des Hausruckgebietes in einer verkehrsfreundlichen Mulde des OÖ. Zentralraumes und ist mit einer Fläche von 36,18 km² die größte Gemeinde des Bezirkes Wels-Land. Der Boden ist wie eine sanft geneigte Pultfläche, von den Schlierhügeln im Nordwesten zu den jungen Anschwemmungsflächen der Traun im Südosten hin abgesenkt. In der Mitte hingegen befinden sich die eiszeitlichen Schotterterrassen, die jüngeren Deckschotter um Fallsbach, die Hochterrasse auf deren Sporn die Martinskirchen steht und die humusarme Niederterrasse, auf der etwa das Veranstaltungszentrum errichtet ist. Gunskirchen entwickelte sich nach dem zweiten Weltkrieg von einer Agrargemeinde zu einer Industriegemeinde und zählt derzeit 5.472 Einwohner. Der bäuerliche Bevölkerungsanteil beträgt nur mehr rund 8 %. |
| Geschichte über die Entstehung Gunskirchens | Geschichtliche Hintergründe über Gunskirchen
Der Mensch lebt in diesem Raum nachweisbar seit der Jungsteinzeit. Die nacheiszeitliche Wärmeperiode von 4.000 bis 2.000 v. Chr. und der fruchtbare Schlierboden, schufen günstige Voraussetzungen für den Ackerbau. Äxte und Beile aus Serpentin rechtfertigen diese Annahme. Auch eine Bronzesichel bezeugt Ackerbau während der Bronzezeit, 2.000 bis 800 vor Christus. Der bedeutenste Fund jedoch stammt aus der Römerzeit. Die "Venus von Gunskirchen", eine kleine Bronzestatue, dem griechischen Schönheitsideal entsprechend, wurde im Minselfels bei Hof ausgeegt und ist im Stadtmuseum in Wels zu sehen. Die Reihengräberfunde bei Moostal und die -ing Namen, wie Irnharting, Sirfling, Kappling, Waldling und Salling verweisen auf die Landnahme durch die Baiern im 7. und 8. Jahrhundert n. Chr.. Die erste Erwähnung Gunskirchens erfolgte im Mondseer Traditionsbuch im Jahre 819 als "Kundeschiricum". Bischof Altmann von Passau spricht 1070 von "Gundeschirichen" als Pfarre. Die Pfarre Gunskirchen war also rund 800 Jahre früher erwähnt worden als Gemeinde, die erst 1849 mit dem provisorischen Gemeindegesetz errichtet wurde. Gunskirchen ist durch alle die Jahre bis hinauf ins 20. Jahrhundert eine Agrargemeinde geblieben. Sogar die erste industrielle Revolution in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ging in Gunskirchen ohne Industriegründung vor sich. Lediglich der Ausbau bedeutender Verkehrswege wurde vorangetrieben. Nach dem Bau der Pferdeeisenbahn 1835 wurde die Kaiserin Elisabeth Westbahn fertiggestellt und die Bundesstraße Linz - Salzburg weiter ausgebaut. Vor dem zweiten Weltkrieg gab es in Gunskirchen erst zwei Gründungen größerer Betriebe. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam die bedeutende Wende und für Gunskirchen die eigentliche industrielle Revolution. Gunskrichen entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg von einer Agrargemeinde zu einer Industriegemeinde. Der bäuerliche Bevölkerungsanteil beträgt nur mehr rund 8 %. Funde aus dem Neolithikum, der Bronzezeit sowie aus der Zeit der Römer und der Bajuwaren bezeugen, dass das Gebiet der heutigen Marktgemeinde schon seit früherer Zeit besiedelt war. Die im Jahr e819 als "Kundeschirichum" bezeichnete Siedlung wurde im Jahre 1070 als Pfarre "Gunsschirichen" erwähnt. Die neugotische Pfarrkirche stammt aus dem Jahre 1506. Daneben gibt es noch die gotische Wallfahrtskirche Maria Fallsbach und die barocke Rundkirche "St. Peter". Die im Jahre 1850 errichtete politische Gemeinde Gunskirchen zählte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zu den größten Agrargemeinde des Landes. Die günstige geographische Lage im Zentrum des Bundeslandes, insbesondere die Nähe zur Stadt Wels, trugen maßgeblich dazu bei, dass sich aus der Landgemeinde binnen weniger Jahrzehnte eine bedeutende Gewerbe- und Industriegemeinde entwickelte, in der über 3000 Menschen ihren Arbeitsplatz haben. Seit 1990 ist Gunskirchen Marktgemeinde. Ein im Jahre 1986 errichtetes modernes Veranstaltungszentrum ermöglicht ein reichhaltiges Angebot an kulturellen, gesellschaftlichen und sonstigen Veranstaltungen, das viele Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung regelmäßig in die "junge", dynamische Marktgemeinde zieht. |
| Einwohner | Hauptwohnsitz: 5558 Nebenwohnsitz: 222 |
| Gebäude | 1587 Gebäude mit insgesamt 1985 Wohnungen - 1018 bewohnt (Ergebnis Großzählung 2001) |
| Gemeindefläche | 36,18 km² |
| Seehöhe | 352 ü.A. (über Adria) |
| Gemeinderat | 31 Mitglieder (14 ÖVP, 11 SPÖ, 6 FPÖ) |
| Gemeindewappen | In Gold ein schwarzer, mit einem goldenen Pflug belegter Schrägbalken, begleitet von zwei roten Zahnrädern |
| Gemeindefahne | Farben - ROT-GELB-SCHWARZ Rot - für Industrie und Gewerbe Gelb - für Landwirtschaft Schwarz - für fruchtbare Erde |
| Gemeindebudget 2009 | Ordentlicher Haushalt: Einnahmen: € 15.226.000,00 Ausgaben: € 15.226.000,00 Außerordentlicher Haushalt: Einnahmen: € 3.592.800,00 Ausgaben: € 5.460.700,00 Fehlbetrag: € 1.867.900,00 |
| Infrastruktur (Wasser-, Kanal- und Straßennetz) | Wasserleitungsnetz: - 70 km (DN 350 - DN 5/4") und ca. 10 km Hausanschlußleitungen - 350.000 m³ Wasser werden jährlich befördert (ca. 960 m³ täglich) - 1.450 Haushalte sind an der Wasserversorgung angeschlossen Anlagen: 3 Hochbehälter: 1 x (1.256 m³) 1 x (2 x 625 m³) 1 x (2 x 150 m³) 1 Brunnen Hochholz 1 Brunnen St. Peter 1 Tiefbehälter St. Peter mit Quellfassung 1 Drucksteigerungsanlage Trinkwasserwerte: Nitrat - 13,1 pH-Wert - 7,50 Gesamthärte - 17,0° dH (Mittelwert) Kanalnetz: - ca. 25 km ausschließlich Freispiegelkanäle - Mitglied beim Abwasserverband Welser Heide (Kläranlage Kappern - Marchtrenk) mit 5,10 % - ca. 950 Liegenschaften sind an die Kanalisation angeschlossen Straßennetz: Gemeindestraßen - ca. 120 km Bezirksstraßen - ca. 30 km |
| Kommunale Einrichtungen | Kindergärten: - Gemeindekindergarten - 7 Gruppen für ca. 150 Kinder und 2 Krabbelgruppen - Caritaskindergarten - 1 Gruppe für ca. 25 Kinder Schulen: - Volksschule - 14 Klassen für ca. 310 Schüler (12 aus anderen Gemeinden) - Hauptschule - 12 Klassen für ca. 295 Schüler (108 aus anderen Gemeinden) Schulküche: Versorgt die Schüler der beiden Schulen, sowie die Kinder des Kindergartens Landesmusikschule Gunskirchen Seniorenheim: 95 Betten, sehr guter Standard Veranstaltungszentrum: - geeignet für Tagungen, Schulungen und Veranstaltungen - wurde 1985/86 mangels eines geeigneten Veranstaltungssaales im neuen Ortszentrum errichtet - bietet Platz für 900 Personen (bei Tisch 350 - 500 Personen mit Foyer) Kommunalfriedhof: Wurde 1973 errichtet (Pfarrfriedhof besteht weiterhin) Straßenbauhof: Für die Erhaltung der Straßen und kommunalen Anlagen steht ein Bauhof mit 13 Bediensteten zur Gemeindeobjekte: - Wohnhaus Waldling 11 - 8 Mietwohnungen - Wohnhaus Schulstraße 9/11 - 12 Mietwohnungen - Wohnhaus u. Geschäftslokal Kirchengasse 14 - 6 Wohnungen, 2 Geschäftslokale, landwirtschaftlicher Beratungsraum, 9 Garagen |
| Gewerbe und Industrie | 170 Betriebsstätten (Ergebnis Großzählung 2001)
(Näheres siehe unter Wirtschaft) |
| Pfarre | - Spätgotische Pfarrkirche - dem Hl. Martin geweiht - Wahrzeichen von Gunskirchen (44,19 m hoher Kirchturm ohne Kreuz)
- Wallfahrtskirche "Maria Fallsbach" - Filialkirche "St. Peter" |
| Vereinswesen | ca. 50 Vereine bieten ein aktives Vereinsleben in den Bereichen Kultur, Sport, Soziales u.v.a.m. |
| Sport u. Freizeit | Fußballplätze, Tennisplätze, Asphaltbahnen, Beach-Volleyball-Platz, Turn- und Schwimmhalle für Vereine Wander- und Radwege führen in die schönsten Gegenden um Gunskirchen als auch zu gepflegten Jausenstationen und Gastronomiebetrieben. Im Winter besteht die Möglichkeit zum Eisstockschießen und Eislaufen. |